Was ist die richtige Größe eines Kinderfahrrads?

26.01.2020 12:17

Wenn der Kauf des ersten Fahrrads ansteht, sind viele Kinder hellauf begeistert. Endlich sind sie selbst mobil und können schneller unterwegs sein, den Waldweg entlang düsen oder tolle Ausflüge mit ihren Eltern unternehmen. Wenn Kinder sich das Kinderfahrrad selbst aussuchen dürften, würden sie wahrscheinlich anhand von Farbe, Ausstattung und coolem Design entscheiden. Wenn man das richtige Kinderfahrrad finden möchte, sollten aber wesentlich mehr Aspekte beachtet werden.

Zoll Alter des Kindes Kleidergröße Schrittlänge Rahmenhöhe Größe Kind
10 3-4,5 Jahre 86-98 >39 cm ca. 18 cm >90 cm
12 3-4,5 Jahre 92-104 >43,5 cm ca. 21,5 cm >95 cm
14 3,5-5 Jahre 98-110  >45,5 cm ca. 23,5 cm >100 cm
16 4-6 Jahre 104-110 >54 cm ca. 25,4 cm >105 cm
18 4-7 Jahre 110-116 >62 cm ca. 28 cm >110 cm
20 6-8 Jahre 116-122 >62 cm ca. 31,75 cm >115 cm
24 8-10 Jahre 128-140 >69-74 cm ca. 37 cm >130 cm

Größe des Kinderfahrrads

Die Größe des Kinderfahrrads hängt von der Körpergröße des Kindes und der Schrittlänge ab. Bevor die Suche nach dem idealen Kinderfahrrad beginnt, sollten Eltern sowohl Körpergröße als auch Schrittlänge messen. Um die Schrittlänge zu bestimmen, stellt sich das Kind (ohne Schuhe) mit dem Rücken an die Wand. Nun messen Eltern von Fußsohle bis Schritthöhe. Wenn diese nicht deutlich zu ermitteln ist, sollten Kinder ein Buch oder Ähnliches mit beiden Beinen fest im Schritt festklemmen, damit mit einem Zollstock von Buchoberkante bis Boden gemessen werden kann.

Anhand der gemessenen Schrittlänge kann nun die Größe des Kinderfahrrads ermittelt werden. Aber neben der tabellarisch ermittelten Zollgröße der Räder, ist auch wichtig, dass das Kind sich sicher auf dem Kinderfahrrad fühlt. Ein zu großes oder zu sportliches Fahrrad kann die vielleicht bereits vorhandenen Unsicherheiten verstärken und das Kind überfordern. Wenn Kinder unsicher sind, ist vor allem ein Kinderfahrrad mit niedrigem Einstieg zu empfehlen. Die Möglichkeit schnell und komfortabel auf und absteigen zu können, stärkt das Sicherheitsgefühl der Kinder erneut. So sollte das Kinderfahrrad immer auf die Anatomie und die Bedürfnisse des Kindes angepasst sein. Außerdem sollte auch ein Fahrrad nicht zum „Hineinwachsen“ gekauft werden. Dadurch dass das Kind eventuell erst mit den Zehenspitzen auf den Boden gelangt, werden Unsicherheiten verstärkt. Wenn Eltern beim Kauf eines Fahrrades darauf achten, dass Sitzposition sowie Lenker in Höhe und Neigung verstellbar sind, kann ein Fahrrad meist mehrere Saisons genutzt werden. So wird ein erneuter Fahrradkauf nach hinten geschoben und es kann mehr Budget in die Qualität und Ausstattung des Kinderfahrrades fließen. 

Stützräder ja oder nein?

In den früheren Jahren lernten Kinder über Stützräder das Fahrradfahren, mittlerweile werden der Gleichgewichtssinn und die Koordination oftmals durch das Fahren mit einem Laufrad geübt. Wenn die Kinder mühelos das Gleichgewicht halten und den Rausch der Geschwindigkeit testen, sollte über den Kauf eines Kinderfahrrads nachgedacht werden. 

Bei dem Übergang auf das Kinderfahrrad ist die Nutzung von Stützrädern heiß diskutiert. Mit Hilfe von Stützrädern können Kindern zwar in wackeligen Situationen sicher stehen und fallen nicht um, dennoch müssen sie meist nach dem Entfernen der Stützräder das Ausbalancieren nochmals üben. 

Eine kinderfreundliche Sitzposition

Es gibt viele Arten von Kinderrädern, die auch immer wieder eine neue Sitzposition der Kinder erfordern. Da Kinder durch einen eingeschränkten Sichtwinkel ein kleineres Sichtfeld haben und dadurch vor allem in verkehrsnahen Gebieten Gefahren nicht direkt erkennen, ist eine aufrechte und entspannte Sitzposition der Kinder wichtig. Durch die angenehme Haltung können Kinder ihr Umfeld optimal wahrnehmen. Die Sitzposition bietet dadurch die Basis für ein sicheres Fahren.


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